Welcome to Eishockey 365

Register now to gain access to all of our features. Once registered and logged in, you will be able to contribute to this site by submitting your own content or replying to existing content. You'll be able to customize your profile, receive reputation points as a reward for submitting content, while also communicating with other members via your own private inbox, plus much more! This message will be removed once you have signed in.

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Bootycall

[Altes Thema | geschlossen ] Regeln beim neuen 3 gegen 3 Verlängerungsformat

Regeln beim neuen 3 gegen 3 Verlängerungsformat

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat ab der Saison 2016/17 eine Regel-Änderung für Spiele beschlossen, die in der Verlängerung (Overtime) entschieden werden. Demnach dürfen künftig in der fünfminütigen Overtime, die bei Gleichstand nach regulärer Spielzeit von 60 Minuten nötig wird, jeweils nur noch drei Feldspieler pro Team eingesetzt werden. Bislang wurde im Modus „4 gegen 4“ gespielt.

Die Neuregelung wurde im Rahmen einer DEL-Gesellschafterversammlung in Köln einstimmig von den Vertretern aller DEL-Clubs verabschiedet. „Wir erhoffen uns davon, dass die Spiele noch attraktiver werden“, erklärte Charly Fliegauf (Grizzlys Wolfsburg), Leiter der DEL-Sportkommission.

Charlie Fliegauf (Grizzlys Wolfsburg), Leider der DEL-Sportkommission

Wir erhoffen uns davon, dass die Spiele noch attraktiver werden.


In der Umsetzung ist die Lage zunächst einfach. In der Verlängerung stehen von jedem Team jeweils drei Feldspieler auf dem Eis. Spannend wird der neue Modus, sobald Strafen ins Spiel kommen.

Da laut Regelbuch mindestens drei Feldspieler jeder Mannschaft auf dem Eis stehen müssen, wird bei verhängten Strafen nicht die Anzahl der Spieler des sich verfehlenden Teams reduziert, sondern die andere Mannschaft darf einen weiteren Feldspieler einsetzen. Über diesen Weg wird also die Überzahl hergestellt. So wird z. B. über einen zusätzlichen Feldspieler eine 4-gegen-3-Überzahl geschaffen. Kehrt der Spieler nach Ablauf der Strafe auf das Eis zurück, wird die Anzahl der Feldspieler im nächsten Unterbruch wieder von 4 gegen 4 auf 3 gegen 3 Feldspieler angepasst.

Dieselbe Vorgehensweise gilt auch, wenn mehrere Strafen gegen nur eine Mannschaft verhängt werden oder mehrere Strafen gegen nur eine Mannschaft aus der regulären Spielzeit mitgenommen wurden. Um die doppelte Überzahl herzustellen bzw. zu erhalten, wird in der Verlängerung mit 5 gegen 3 Feldspielern gespielt.

Eine Besonderheit gilt es noch zu beachten. Haben wir den Fall, dass in der regulären Spielzeit im Spiel mit voller Anzahl an Spielern auf dem Eis jeweils eine Kleine Strafe gegen beide Teams verhängt wird, kommen beide Kleine Strafen in die Strafzeituhr. Die Regel will es hier ausnahmsweise so, dass die beiden an sich zusammenfallenden Kleinen Strafen sich hier nicht gegenseitig aufheben.

Beide Kleine Strafen werden in diesem Sonderfall ausnahmsweise jeweils in die Strafzeituhr eingegeben. Die Besonderheit besteht jetzt darin, dass diese beiden noch laufenden Kleinen Strafen mit Beginn der Verlängerung als zusammenfallende Strafen gelten. Die Folge: Sie werden in der Strafzeituhr gelöscht. Die beiden jeweils mit einer Kleinen Strafe bestraften Spieler bleiben auf der Strafbank. Dort sitzen sie den Rest ihrer noch laufenden Kleine Strafe ab. Im Spielunterbruch nach dem Rest ihrer Kleinen Strafe dürfen sie die Strafbank verlassen.

Ein Beispiel:

Spielzeit: 58:30
Team A: A4 2‘
Team B: B4 2‘

Am Ende der regulären Spielzeit spielen beide Teams mit 4 gegen 4 Feldspielern. Auf den beiden Strafzeituhren ist jeweils eine Restzeit von 00:30 zu sehen. Die beiden Restzeiten werden gelöscht. Die Verlängerung beginnt mit 3 gegen 3 Feldspielern. Beide Kleine Strafen (die jetzt auf der jeweiligen Strafzeituhr gelöscht worden sind) sind bei Spielzeit 60:30 zu Ende. Das Spiel in der Verlängerung läuft weiter mit 3 gegen 3 Feldspielern. Die beiden Spieler müssen jetzt auf den nächsten Spielunterbruch warten. Erst dann dürfen sie ihre Strafbank verlassen.

Nach Ablauf der Extrazeit ohne Entscheidung folgt ein Penaltyschießen, um den Sieger zu ermitteln. Hierzu treten von jedem Team jeweils drei Spieler im Shootout an. Diese müssen dem Schiedsrichter im Vorfeld nicht gemeldet werden. Sollte nach den sechs Schützen noch keine Sieger ermittelt worden sein, geht es im Tiebreak-Verfahren weiter. Demnach tritt immer ein Spieler jedes Teams an. Eine Mannschaft muss den ausführenden Spieler nicht wechseln. Das heißt, dass ab dem vierten Penaltyschuss immer derselbe Spieler eines Teams antreten kann. Sobald eine Mannschaft vorgelegt hat und das andere Team nicht ausgleichen kann, ist das Shootout beendet.

https://www.telekomeishockey.de/news/verlaengerung-im-modus-3-gegen-3/3791

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Auf dein Facebook-Profil antworten

Gast
Dieses Thema wurde für weitere Antworten geschlossen.
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0